Das sind wir:

Die Evangelische Jugendhilfe aus Würzburg

Wir, das sind junge und alte Pädagoginnen und Pädagogen, Psychologinnen und Psychologen, Lehrerinnen und Lehrer, Therapeutinnen und Therapeuten, die ein gemeinsames Ziel und eine gemeinsame Haltung miteinander verbindet:

Wir wollen jungen Menschen und ihren Familien helfen, und zwar dem, der uns begegnet und unsere Hilfe braucht.

Wir geben keinen auf.

Wenn wir ein Kind oder einen Jugendlichen bei uns aufnehmen, dann soll man sich auf uns verlassen können. Wir werden die Hilfe nicht abbrechen, wenn es schwierig wird, wenn es Konflikte mit dem jungen Menschen oder seinem Umfeld gibt, wenn wir gekränkt oder verletzt werden. Falls die Bezugspersonen des jungen Menschen einmal ans Ende ihrer Kräfte kommen, dann helfen wir, die Kolleginnen und Kollegen, und entlasten die Bezugspersonen. Nur als Gemeinschaft haben wir die Kraft keinen aufzugeben. Deshalb haben wir eine Vielfalt unterschiedlicher Hilfe- und Unterstützungssysteme in Jugendhilfe und Eingliederungshilfe entwickelt, die wirksam helfen können.

Christlich

Wir wollen christlich handeln, wie der barmherzige Samariter damals gehandelt hat.

Der Samariter war ein Mann aus Samarien. Samarien liegt im Westjordanland in Israel. Die Einwohner wurden damals besonders geringschätzig betrachtet.

Dieser Samariter sah auf seinem Weg jemand, der überfallen worden war. Er ging nicht an dem Mann vorbei, wie viele andere Menschen vor ihm, sondern er blieb stehen. Er goß Öl zur Heilung auf die Verletzungen des Mannes, legte ihm einen Verband an und brachte den Mann in eine Herberge, wo dem ausgeraubten und verletzten Mann weitergeholfen wurde.

Menschlich

Menschlich auf Augenhöhe mit einander kommunizieren und handeln.

Wir sind keine „besseren“ Menschen als andere, die Hilfe brauchen. Auch wir brauchen Hilfe, auch wir können vieles nicht, irren uns und machen manches falsch. In unserer Arbeit werden unsere Stärken und Schwächen und Ecken und Kanten deutlich. Darin unterscheiden wir uns nicht von den uns anvertrauten Kindern und Jugendlichen und ihren Familien. Wir müssen unsere Grenzen akzeptieren und sind auch in unserer Arbeit auf die Hilfe anderer angewiesen. 

Die Vielfalt und Verschiedenartigkeit der Überzeugungen und Glaubensgemeinschaften erleben wir nicht als Verunsicherung, sondern als Bereicherung und als Möglichkeiten voneinander zu lernen.

Naturverbunden

Wir leben und arbeiten naturverbunden.

Wir möchten die Natur nicht beherrschen, sondern in Einheit und Einklang mit ihr leben und arbeiten. Diese Verbundenheit wollen wir der nächsten Generation vermitteln. So möchten wir die Schöpfung bewahren und mit ständig neuem Leben erfüllen. Wir leben in einer gemeinsamen Welt und wollen diese Ökumene in unserer Zusammenarbeit erleben. Wir wollen die Umwelt, Pflanzen und Tiere schützen und pflegen und mit Tieren gemeinsam leben und arbeiten. Nicht nur auf unseren Höfen, sondern auch in vielen anderen Wohngruppen und anderen Arbeitsfeldern leben Haustiere, vor allem Hunde und Katzen.

Wissenschaftlich

Wissenschaftlich gesicherte Methoden einsetzen

Die mit uns kooperierenden Ärzte und Kliniken orientieren sich am „State of the Art“ in Forschung und Behandlung. Diesen Anspruch haben wir auch in Pädagogik und Psychologie. Die von uns eingesetzten Methoden, von der Gestaltung von Räumen über Kommunikation mit Adressaten, Inklusion für Menschen mit Behinderungen, bei Diagnostik und Therapie und beim Einsatz von spezifischen heilpädagogischen Förderungen und Trainings orientieren wir uns am aktuellen Stand der wissenschaftlichen Forschung unter besonderer Berücksichtigung quantitativer Wirkungsforschung. Wir evaluieren unsere Arbeit und kooperieren mit Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften.

Für unsere weitere Entwicklung wünschen wir uns, dass das „Wir-Gefühl“, welches wir während der Entwicklung unseres Selbstverständnisses vor über 20 Jahren spürten, auch in Zukunft erhalten bleibt und dass alle Kolleginnen und Kollegen, die neu zu uns kommen, dieses „Wir-Gefühl“ miterleben.